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Xamit Datenschutzbarometer 2010: Anhaltender Trend zu mehr Datenschutzverstößen im Internet

Düsseldorf, 14. Dezember 2010

Auch Webseiten von Parteien und Städten betroffen

Das Xamit Datenschutzbarometer 2010 zeigt deutlich den ungebrochenen Trend hin zu mehr Datenschutzverstößen im Internet. So wurden insgesamt 73 Verstöße gegen deutsches Recht oder weitere Fälle von Beanstandungen pro 100 deutscher Webpräsenzen festgestellt. Das sind rund 20 Prozent mehr als im Jahr 2009. Auch Webseiten von Parteien, z. B. der CSU, sowie von großen deutschen Städten, wie bspw. Hannover, Augsburg und Mönchengladbach, weisen Datenschutzmängel auf. Die Datenschutzexperten der Xamit Bewertungsgesellschaft mbH, Düsseldorf, analysierten den Quellcode von mehr als zwei Millionen deutschen Webseiten. Untersucht wurden u. a. das heimliche Erstellen von Webstatistiken, der Einsatz von Kontaktformularen ohne entsprechende Datenschutzerklärung, der Betrieb von unsicheren PHP-Installationen bei Webshops sowie die Einbindung von Werbung durch Dritte ohne Hinweis auf die daraus gewonnenen Nutzerdaten. Erstmalig wurde auch die Verwendung des Facebook "Like-Buttons" untersucht.

"Seit der Erstauflage des Datenschutzbarometers im Jahr 2008 sind die Beanstandungen der Webseiten abermals gestiegen", sagt Dr. Niels Lepperhoff, Geschäftsführer der Xamit Bewertungsgesellschaft mbH. "Ohne eine verstärkte Kontrolle der Datenschutzgesetze steht zu befürchten, dass sich dieser Trend ungebremst fortsetzen wird." Um die Möglichkeiten der Datenschutzkontrolle in Deutschland zu dokumentieren, haben die Düsseldorfer die Stellenausstattung der Aufsichtsbehörden des Bundes und der Länder untersucht. Auch hier ist das Ergebnis ernüchternd: Gerade mal 2,6 Stellen pro 100.000 Unternehmen stehen bundesweit für deren Kontrolle und weitere Tätigkeiten zur Verfügung.

Eine Premiere im Xamit Datenschutzbarometer 2010 ist die Untersuchung des sogenannten "Like-Buttons" von Facebook. Ist dieser auf einer Webseite eingebunden, kann ein Websurfer durch sein Anklicken anderen Facebook-Nutzern mitteilen, welche Webseiten er mag. Die Autoren der Studie sind überzeugt, dass die Einbindung des Like-Buttons nur schwer mit dem deutschen Datenschutzgesetz vereinbar ist, da er Nutzerdaten in der Regel ohne Einwilligung des Internetsurfers an Facebook weiterleitet. "Die Möglichkeiten des Internets scheinen schier unbegrenzt und die Technik wird immer ausgefeilter", sagt Dr. Lepperhoff. "Doch nicht alles, was technisch machbar ist, ist auch erlaubt. Daher sollte ein Webseitenbetreiber vor der Implementierung neuer Features in eine Webseite diese immer kritisch überprüfen, ob sie auch allen Sicherheits- und Gesetzesanforderungen entsprechen."


Zum Hintergrund des Xamit Datenschutzbarometers 2010

Xamit führte im Rahmen des Datenschutz-Barometers 2010 eine umfassende Überprüfung von 26.742 Webpräsenzen von in Deutschland ansässigen Unternehmen, Politischen Organisationen, Gemeinden und Vereinen durch. Insgesamt wurden über zwei Millionen Webseiten auf die Einhaltung geltender Datenschutzbestimmungen hin untersucht. Außerdem wurden die deutschen Aufsichtsbehörden angeschrieben und ihre Stellenanzahl in Vollzeitäquivalenten erfragt.

Die vollständige Xamit-Studie "Datenschutzbarometer 2010" steht ab sofort unter
http://www.xamit-leistungen.de/studienundtests/ zum kostenlosen Download bereit.

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